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Unsere Kraftpakete

Tipps zur Vorbeugung und Ersten Hilfe bei Muskelschmerzen von Michael Schmidt, Apotheker der easyApotheke in Rödental

Unser Körper besteht aus einer Vielzahl von Muskeln – über 600 Muskeln unterschiedlicher Größe, Ausbildung und Funktion. Alle diese Muskeln können prinzipiell schmerzen, aber die Ursachen hierfür sind oft vielfältig. Die meisten davon sind eher harmlos und lassen sich gut selbst behandeln. Es gibt aber auch schwerwiegende Erkrankungen der Muskulatur und des Nervensystem, die Muskelschmerzen hervorrufen können. Insgesamt treten sie aber seltener auf. Beispiele dafür sind Fibromyalgie (Muskelrheumatismus), Entzündungen (z. B. durch Viren) oder Muskelschwund. Zudem können auch bestimmte Medikamente, z. B.  Cholesterinsenker (Statine) Muskelschmerzen auslösen. Solche Vorfälle sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt oder Apotheker absprechen. In diesem Beitrag möchte ich Sie über die wichtigsten Muskelbeschwerden aufklären.Heutzutage sind vor allem Bewegungsmangel sowie Fehlhaltungen entscheidende Ursachen für  schmerzhafte Verspannungen. Diese sind oft bedingt durch unsere Arbeit, z. B. das Sitzen vor dem Computer oder der Haltung beim Autofahren. Aber auch in unserer Freizeit bewegen wir uns immer weniger. Deswegen empfehle ich Ihnen unbedingt auf ein bisschen Bewegung im Alltag zu achten, z. B. regelmäßiges Joggen oder Schwimmen. Ansonsten helfen bei Verspannungen Wärme und sanfte Massagen.

Es treten aber auch oft Schmerzen nach sportlichen Aktivitäten auf – vom sogenannten Muskelkater bis hin zur extrem schmerzhaften Muskelzerrung. Muskelkater ist oft ein Zeichen für falsches Training, d. h. die Muskeln sind schlecht aufgewärmt und werden zu stark beansprucht. Dies führt dann zu winzigen Rissen in unseren Muskelfasern, der Übersäuerung oder zu kleinen Schwellungen. Versuchen Sie sich bei Muskelkater leicht zu dehnen und helfen Sie dem Muskel durch Wärme von außen bzw. verhindern Sie die Entstehung von Muskelkater durch ein ausgiebiges Aufwärmprogramm und eine langsame Steigerung der Belastung. Bei einer Muskelzerrung sollten Sie zunächst auf jegliche sportliche Aktivitäten verzichten, denn jede Muskelverletzung braucht Zeit zum Ausheilen. Der Muskel muss etwa vier Wochen ruhig gestellt werden.

Eine andere weit verbreitete „Volkskrankheit“ ist der Muskelkrampf. Dieser kommt oft ungelegen und tritt mit schlagartig einsetzenden Schmerzen auf. Er ist in fast allen Fällen auf einen akuten Magnesiummangel zurückzuführen. Der Mineralstoff ist physiologisch der Gegenspieler des Calciums. Bei einem Mangel kommt es zu einer Dauerkontraktion des Muskels, d. h. der Muskel kann sich nicht mehr entspannen. Eine ausgewogene Ernährung ist natürlich immer Grundlage für einen ausgeglichenen  Magnesiumhaushalt. Magnesium steckt z. B. in Vollkornprodukten, Kartoffeln, Bananen, Geflügel, Fisch und auch in Wasser. Oft reicht aber die Magnesiumzufuhr durch unsere Speisen und Getränke nicht aus. Deshalb empfehle ich Ihnen zum Auffüllen Ihres Magnesiumspeichers entsprechende Mineralstoffpräparate aus Ihrer Apotheke. Bei der Einnahme solcher Mittel ist darauf zu achten, dass die Dosis über den Tag verteilt und nicht auf einmal eingenommen wird. So erreichen Sie die optimale Wirkung und permanente Versorgung Ihrer Mangelerscheinungen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine entspannte Zeit und freuen uns darauf, Sie in unseren Apotheken zu beraten.

Geschrieben von admin. Veröffentlicht in Beratung Plus

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