Sep
06

So wichtig ist der Impfschutz!

Liebe Leser,

nun ist es bald wieder soweit, der Sommer neigt sich dem Ende zu und wir kommen bald wieder in die kälteren Jahreszeiten. Fast jeder von uns wird dann wieder eine kleine Erkältung erleiden, die Nase läuft, der Husten will nicht vergehen, wir fühlen uns schlapp. Aber entgegen der üblichen Meinung ist dies meist nur ein grippaler Infekt, auch wenn wir oft von einer Grippe sprechen. Eine echte Grippe dagegen kann schwerwiegende Folgen haben, es sterben jedes Jahr über 10.000 Menschen in Deutschland an solch einer viralen Grippe. Leider wurde in den letzten Jahren viel “Unruhe” gestiftet. Erinnern wir uns nur an die Vogelgrippe oder die Schweinegrippe, diese hatten zu einem riesigen medialen Spektakel geführt, nur die sachliche Einschätzung ist meiner Meinung nach dabei auf der Strecke geblieben.

Deshalb möchte ich mich heute ein bisschen mit dem Thema Impfen befassen. Aber was bedeutet eine Impfung überhaupt? In einem Impfstoff (Vakzine) sind oft Bruchstücke (z. B. Proteinteile der Virushülle) oder abgeschwächte/abgetötete Erreger enthalten. Wenn unser Immunsystem mit diesen “Fremdkörpern” in Berührung kommt, führt dies zu einer Abwehrreaktion unseres Körpers. Diese spezifische “Antwort” kann sich unser Körper merken, d. h. sollte er dann später mit echten Erregern in Kontakt geraten, kann er gleich die richtige Immunantwort freisetzen. Kurzum eine Impfung schützt uns vor einer späteren komplizierten Infektion, bei der oft nur noch starke Medikamente helfen können. Es ist auch den vielen Impfprogrammen zu verdanken, dass heute viele gefährliche Infektionskrankheiten fast keine Bedeutung mehr haben, wie z. B. Pocken, Masern, Polio, Diphtherie – um nur einige zu nennen. Deshalb ist es auch wichtig weiterhin hohe Durchimpfungsraten in unserer Bevölkerung zu erreichen, da solche Erkrankungen sonst wieder zurückkehren können. Zudem ist das Impfen im Kindesalter ungemein wichtig, da vor allem in diesem Lebensabschnitt unser Immunsystem am “lernfähigsten” ist und somit im späteren Lebensalter noch eine ausreichende Immunantwort einsetzen kann.

Aber das Impfen betrifft uns auch alle, um andere zu schützen. Viele Menschen können sich aufgrund bestimmter Erkrankungen (z. B. Krebs) nicht gegen die Grippe impfen lassen. Diese Menschen kann man nur schützen, indem man sich selber impfen lässt. So kann man eine sogenannte Herdenimmunität erzeugen, d. h. wenn so viele Menschen wie möglich geimpft sind, kann der Erreger die immungeschwächten Personen viel schwerer “erreichen” bzw. demzufolge infizieren.

Und noch einen Vorteil hat das Impfen – und zwar als Schutz vor Krebs! Eine Krebserkrankung entsteht oft durch bestimmte Auslöser (Karzinogen), z. B. genetische Faktoren, chemische Faktoren (z. B. Zigarettenrauch, Schimmelpilzgifte) oder auch durch Viren. Dabei ist der Leberzellkrebs weltweit eine der häufigsten Krebserkrankungen. Die Entstehung dieses Karzinoms wird dabei oft auf Hepatitis-Viren zurückgeführt. Ein anderes Beispiel ist der Gebärmutterhalskrebs (Cervix-Karzinom), der durch bestimmte humane Papillomviren (HPV) ausgelöst werden kann.

Mit einer Impfung können Sie sich nicht nur selber schützen, sondern auch andere, die alleine dazu nicht in der Lage wären.

Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich einfach an Ihren Arzt oder Apotheker!

Geschrieben von admin. Veröffentlicht in Beratung Plus

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