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Unentbehrlich für unseren Körper: ZINK

Bereits seit 1100 n. Chr. ist dieser für uns lebenswichtige Mineralstoff bekannt. Seine große Bedeutung für den menschlichen Körper wurde allerdings erst Mitte des 20. Jahrhunderts nachgewiesen. Zink spielt u. a. eine größere Rolle für die Haut, bei der Herstellung und dem Abbau von Sacchariden, Lipiden sowie Proteinen.
Außerdem hat Zink einen positiven Einfluss auf das körpereigene Immunsystem und ist als sogenannter Co-Faktor Bestandteil einer Vielzahl von Enzymen, die für zahlreiche Stoffwechselprozesse, wie die Synthese und Stabilisierung unser Erbsubstanz (DNA & RNA), die Zellteilung und den Auf- und Abbau von Bindegewebe verantwortlich sind. Außerdem vermutet man, dass Zink auch bei der Herstellung, Ausschüttung und Wirkung von Sexual- und Wachstumshormonen sowie Insulin beteiligt sein könnte.

Nach Eisen ist Zink das mengenmäßig am meisten vorhandene Spurenelement im menschlichen Körper. Ein gesunder Mensch besitzt etwa 2 Gramm im Körper, davon befinden sich dreiviertel in den Knochen, der Haut sowie den Haaren. Der Rest ist in anderen Geweben, wie der Leber oder der Prostata zu finden.
Da unser Körper Zink nicht speichern und nicht selbst herstellen kann – es ist somit ein essentielles Spurenelement – muss es täglich mit unserer Nahrung zugeführt werden. Die empfohlenen Tagesmengen laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegen für Säuglinge und Schulkinder bei 5 mg bzw. 10 mg. Erwachsene Frauen und Männer sollten 12 mg bzw. 15 mg Zink pro Tag zu sich nehmen.
Als gute Zinkquellen eignen sich v. a. Käse und tierische Lebensmittel, wie rotes Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte. Sie enthalten im Vergleich zu pflanzlicher Nahrung wesentlich mehr Zink. Grüne Erbsen, getrocknete Linsen und Sojabohnen enthalten im Vergleich zu anderen Gemüse- und Obstsorten noch relativ viel Zink.

Die meisten Menschen in Europa nehmen ausreichend Zink zu sich. Wird allerdings nicht genügend über die Nahrung aufgenommen, kann es schnell zu einem Mangel an Zink kommen. Mangelerscheinungen können sich u. a. in vermehrter Infektanfälligkeit, Hauterkrankungen, wie Akne oder Herpes simplex, oder Beeinträchtigung der Sinneswahrnehmung äußern und können v. a. bei Personen mit zu einseitiger Ernährung, wie Vegetariern oder Veganern oder auch bei Personen mit erhöhtem Alkoholkonsum auftreten, da Zink dann vermehrt über die Nieren ausgeschieden wird. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente, wie Antacida, Diuretika, Lipidsenker, ACE-Hemmer oder orale Kontrazeptiva können zu einem Zinkmangel führen. Häufig weisen auch Diabetiker einen zu niedrigen Blutspiegel auf – ob in diesen Fällen eine Supplementierung von Zink sinnvoll ist, sollten sie mit Ihrem Arzt absprechen.

Zur Behandlung von Zinkmangelzuständen, die ernährungsmäßig nicht behoben werden können, stehen in der Apotheke zahlreiche Präparate in verschiedenen Darreichungsformen zur Verfügung (z. B. Unizink® 50 Tabletten, Curazink® 15 mg Hartkapseln). Auch zur Stärkung des Immunsystems (in Kombination mit Vitamin C) oder gegen eine Herpesinfektion (z. B. LyZink Kapseln) kann die Einnahme von Zink sinnvoll sein. Dahingehend beraten wir Sie gerne in unserer Apotheke. Kommen Sie vorbei!

Patrick Pflüger (PTA-Praktikant) wünscht Ihnen viel Gesundheit!

Geschrieben von admin. Veröffentlicht in Beratung Plus

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